Gier und Habsucht

Seid gegrüsst

 

Gier und Habsucht scheinen auf den ersten Blick zwei verschiedene Themen zu sein, ihr werdet durch meine Erläuterung den Zusammenhang verstehen können und auch weshalb sie des gleichen Ursprungs sind. Gier trägt das Bedürfnis nicht genug zu bekommen, noch mehr zu benötigen, auch wenn dies augenscheinlich nicht den Tatsachen entspricht. Gier kümmert sich nicht darum was ist, sondern lässt sich aus dem genannten Bedürfnis heraus leiten. Habsucht trägt das Bedürfnis von haben wollen, um jeden Preis, so dass man auch unlautere Wege sucht sich etwas zu bemächtigen. Beide bedingen einander, so gibt es keine Habsucht ohne die Gier, denn sie ist die einleitende Kraft.

Nun lasst uns betrachten weshalb Gier entsteht. Ein jedes Bedürfnis, welches über die Massen der Notwendigkeit angestrebt wird sucht den Ausgleich eines inneren Mangels, welcher durch die Befriedung und der Hingabe dessen als Ausgleich erlebt wird. Es wird ein Glücksmoment angestrebt, welcher nicht festgehalten werden kann und somit immer wieder neu dem Bedürfnis nachgekommen werden muss. Der Ursprung dieses Bedürfnisses findet sich in eurem Ego-Selbst, welches darum bemüht ist in der äusseren materiellen Welt einen Ausgleich zu schaffen für einen permanenten inneren Mangel. Innerer Mangel ist die Optik des Ego-Selbst, welches wohl um euer inneres Selbst weiss, dies jedoch selbst nicht einordnen kann und aus diesem Grund heraus versucht es einen Ausgleich zu schaffen. Als Seele seid ihr nie in einem Mangelbewusstsein, sondern nur als Mensch. Es ist notwendig, dass ihr dies erkennt und zwar mit euren intellektuellen Fähigkeiten, denn dies ist der Weg euer Ego-Selbst zu beruhigen und es in Sicherheit zu wiegen. Ihr tragt das Wissen sämtlicher Inkarnation in euch, welche aufgrund ihrer Gleichzeitig stets da sind. Und diejenigen Erlebnisse, welche euch jetzt, in der für euch wahrnehmbaren Inkarnation einen Impuls auslösen, können das Ego-Selbst dazu veranlassen wieder Ordnung in eine vermeintliche Störung zu bringen. Und dies tut es so, wie es seinen Möglichkeiten entspricht.

Die Habsucht kann als Endprodukt der Gier betrachtet werden. Es folgt dem Bedürfnis haben zu wollen in einer sehr aussergewöhnlichen Form von Sammelleidenschaft. Und wie ihr seht enthält dieses Wort das Leid und dies ist zutreffend. Eine Leidenschaft sucht fortwährend den sich wiederholenden Glücksmoment, welcher dann als materielle Ansammlung über die äusseren Sinne, welche dem Ego-Selbst entsprechen, Genugtuung erlangt und so schliesst sich der Kreis. Seid ihr in einem solchen Kreis gefangen, dann könnt ihr dies nur durchbrechen, indem ihr durch euren Intellekt das Ego-Selbst beruhigt und gleichzeitig durch eine Reise zu eurem inneren Selbst den vermeintlichen Auslöser betrachtet. Versucht vergangene Ereignisse, welche euch schmerzen und euch leidvoll erscheinen aus der anderen Perspektive zu sehen und ihnen den Aspekt der Fülle zu geben, denn mit jeder Erfahrung wächst eure Seele und nährt die Göttlichkeit, welcher ihr alle entspringt.

So wisset, dass ich euch stets begleite und stärke.

 

Im Herzen verbunden, immerdar

 

Emanuel

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Kommentare: 2
  • #1

    Aiyana (Sonntag, 19 Februar 2012 20:31)

    Es gibt Bereiche in meinem Leben, da verfall ich dieser Habsucht (für mich die Sucht zu haben). Manchmal beruhig ich mich damit, dass andere noch viel schlimmer betroffen sind als ich, aber das zählt nicht und wiegt auch nicht dieses Leeregefühl auf, dass einem nach einem Kauf befällt. Was für mich auch noch mit diesen beiden Wörtern gehört ist die Verführung. Ich fühle mich oft verführt, dieses oder jenes zu kaufen. Ich versuche zu widerstehen...aber etwas in mir ist manchmal einfach stärker und schiebt alle meine Bedenken einfach zur Seite. Gerne würde ich diesen Manipulationen widerstehen. Es ist ein Kraftakt und fällt sicher einfacher wenn man sich nicht "mangelhaft" fühlt, sondern genährt von Innen. Sich darüber Gedanken zu machen erscheint mir wertvoll. Aiyana

  • #2

    Mari (Montag, 20 Februar 2012 21:33)

    Liebe Aiyana, deine Ehrlichkeit zu dir selbst beeindruckt mich sehr. Meine Gedanken dazu waren, dass wir wohl alle irgendwelche Süchte mit uns herumschleppen, grosse, kleine, sichtbare und unsichtbare. Die eigenen Dämonen zu verscheuchen ist wohl der 1. Schritt zur inneren Freiheit.
    Liebe Grüsse
    Mari