Depression und Nächstenliebe

Seid gegrüsst

 

Der Akt der Nächstenliebe zeigt sich in so vielen verschiedenen und manchmal in so ganz überraschenden Momenten, dass man sich dann sagt: „Ein kleiner Moment mit solch tiefgreifender Wirkung“. Heilsam für alle Anwesenden. Ein Moment in welchem der Funke der Liebe so stark präsent ist, dass er beginnt aus diesem Augenblick heraus immer grössere Kreise zu ziehen. Andere die von diesem Ereignis hören nehmen Anteil, fühlen diesen Moment und tragen das Gefühl weiter indem sie davon erzählen. Und dann erzählt der Nächste davon usw. Die gesprochene, bildhafte Erzählung ist genauso wirksam wie das geschriebene Wort. Beides trägt die Energie des Mitgefühls, welches ein Grundstein der Liebe ist und wo Liebe ist, ist auch Frieden. Gefühle, die unserer Gesundheit zuträglich sind.

 

Wann war euer letzter Akt der Nächstenliebe? Und wann hat man euch zuletzt mit einem solchen Akt überrascht?

 

Wenn ihr bei der 1. Frage lange überlegen musstet, dann wäre es wieder mal Zeit dafür. Und wenn ihr bei der 2. Frage ebenfalls lange überlegen musstet, dann seid ihr wiederum bei der 1. Frage angelangt. Beginnt jetzt damit die Nächstenliebe zu leben und versucht dabei, nicht nur diejenigen zu beglücken, die ihr gerne mögt, sondern diejenigen, die die Nächstenliebe gerade benötigen.

 

Tragt euren inneren Frieden in die Welt hinaus und heilt auf diese Weise nicht nur andere, sondern auch euch. Wohlergehen tritt aus dem Akt des Gebens heraus und ist nicht abhängig von materiellen Werten. Gebt, verschenkt euch selbst an die Welt und ihr werdet euch selbst in der Welt begegnen.

 

Wenn ihr krank seid, dann konzentriert euch darauf andere zu heilen. Es ist nicht so, dass ein kranker Mensch andere nicht heilen kann. Es ist mehr so, dass genau aus der Krankheit heraus Heilung stattfindet und es geht leichter indem man andere aus dem Akt der Nächstenliebe heraus beglückt. Die Heilung findet dann durch das Äussere im Inneren statt. Vertraut darauf, dass ihr alles richtig macht, denn es gibt kein richtig oder falsch.

 

Die Krankheit Nr. 1 in unseren Breitengraden ist die Depression. Steckt man einmal in ihr drin scheint es so, als ob man sich in einem Labyrinth befinden würde. Bekanntlich gibt es immer einen Weg aus dem Labyrinth heraus, die Irrwege sind jedoch zahlreich und mühsam. Stellt euch nun vor, dass ihr statt der möglichen Wege, die euch aufgezwungen werden zu gehen, es noch andere Optionen gäbe. Eine Option wäre z.B., dass ihr beschliesst euch jetzt nicht mehr krampfhaft einen Weg hinaus zu suchen, sondern dass ihr beginnt aus dem Labyrinth einen Garten der Kreativität zu formen. Euch selbst dazu einlädt die Zeit in diesem Labyrinth sinnvoll zu nutzen, da ihr schon drin seid, statt unbedingt gleich wieder raus zu wollen. Ladet Freunde in eurer Labyrinth ein und bittet sie jeweils mit wetterfesten Kleidern zu kommen. Und dann geht in die wirkliche Natur hinaus und nehmt den Kontakt zu ihr auf. Bei einer Depression wird sozusagen wie bei einem Computer das Netz aufgrund von Überlastung unerwartet und nicht sachgemäss heruntergefahren. Es bedeutet nichts anderes und beinhaltet für euch die Chance euer System neu zu konfigurieren. Eure neuralen Verbindungen so wieder in Einklang zu bringen. Dies geschieht langsam und sorgfältig. Und es ist auch eure Chance Ballast abzuwerfen. Alles was zuviel ist kommt weg und alles was zuwenig war wird mehrfach hinzugefügt. Im Leben bedeutet dies sich wieder auf die Werte zu konzentrieren, die euch wichtig sind. Nicht für die anderen, nur für euch. Dies soll jedoch nicht aus dem Ego heraus geschehen, sondern aus eurer Seele. Ihr kommt also nicht aus dem Labyrinth heraus indem ihr den Weg mit eurem Ego sucht, sondern wenn ihr zusammen mit anderen euch wieder auf den Weg begebt zu erforschen, welche Werte für euch als Mensch wichtig und gut sind. Und ihr erkennt diese Werte besser, wenn sich eure Gedanken nicht ausschliesslich um euch selbst drehen, sondern wenn ihr beginnt euch für das Wohlergehen eurer Nächsten zu kümmern. Der Akt der Nächstenliebe in Form von Taten birgt deshalb wiederum für euch selbst die Chance zu euch selbst zu kommen. Euch selbst wieder näher zu kommen, indem ihr anderen näher kommt.

 

Im Herzen verbunden, immerdar

 

Emanuel

 

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